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The Good. The Bad. The Ugly.

Selten denken wir explizit über ihn nach und dennoch bestimmt er unser ganzes Leben. Was wir denken, unsere Gefühle, unser Handeln, wie wir mit anderen interagieren – auf all das hat unser Selbstwert maßgeblichen Einfluss.

 


Menschen mit positivem Selbstwert führen glücklichere Beziehungen, sind erfolgreicher im Job und fühlen sich körperlich wohler. Auf so einen stabilen, positiven Selbstwert können sich aber leider nicht alle Menschen stützen. Doch hier die gute Nachricht: Unser Selbstwert ist nicht in Stein gemeißelt und kann verändert werden! Doch was bedeutet Selbstwert eigentlich?

 

Grundsätzlich werden 3 Ausprägungen von Selbstwert unterschieden:

 

The Good: Ein stabiler Selbstwert.

Menschen mit positivem Selbstwert erleben sich als wirksam in ihrem Wirken. Sie gehen weitgehend mit dem Gefühl von Sicherheit, Zufriedenheit und Stolz auf sich selbst durch ihr Leben.

 

The Bad: Ein instabiler Selbstwert.

Menschen mit negativem Selbstwert fühlen sich wenig liebenswürdig, empfinden sich im Vergleich zu anderen als unbesonders und fühlen sich oft unterlegen. Sie werden vor allem von den Gefühlen Scham und Angst zu versagen begleitet.

 

The Ugly: Eine Form des instabilen Selbstwerts.

Diese Menschen sind eigentlich geplagt von vielen Selbstzweifeln, versuchen diese aber zu verstecken, indem sie andere Menschen abwerten.

 

Zu welchem der drei Typen wir uns zählen dürfen und wie wir damit umgehen, wird maßgeblich davon beeinflusst, ob in unserer Biografie drei wesentliche emotionale Grundbedürfnisse befriedigt wurden und werden:

 

Kompetenz: Als Menschen wollen wir etwas aus eigener Kraft schaffen, uns als kompetent erleben – und zwar von klein auf. Und für das, was wir geschafft haben, wünschen wir uns Anerkennung. Wird uns im Rahmen unserer Biografie wenig zugetraut, können wir das Empfinden einer eigenen Kompetenz nicht aufbauen.

Die Schlussfolgerung -> Ich kann nichts.

 

Selbstbestimmung: Wir wollen selbst über unser Leben bestimmen und sind als Menschen intrinsisch motiviert, eigene Entscheidungen zu treffen. Wer aber erfahren hat, dass immer andere über einen bestimmen, wird lernen, dass andere alles besser wissen.

Die Schlussfolgerung -> Meine Meinung ist nicht wichtig.

 

Bindung: Als Neugeborene sind wir abhängig von unseren Bezugspersonen und darauf angewiesen, dass sich jemand um uns kümmert. Aber auch unser gesamtes weiteres Leben brauchen wir Bindung und Liebe, um uns als wichtig und gewollt zu erleben. Erleben wir etwa, dass wir mit Aufmerksamkeits- oder gar Liebesentzug bestraft werden, wenn wir etwas falsch machen, lernen wir, dass wir uns nicht auf bedingungslose Liebe verlassen können.

Die Schlussfolgerung -> Ich bin nicht liebenswert.

 

Je nachdem wie unser Umfeld auf diese 3 Grundbedürfnisse reagiert, werden wir im Rahmen unserer Biografie lernen, wie wichtig (oder unwichtig) unsere Bedürfnisse – und damit wir selbst – sind.

 

Sind wir eher von einem negativen Selbstwert geplagt, können wir diesen ertragen – wir ziehen uns zurück und wollen möglichst wenig auffallen. Andere Menschen wählen die Strategie, andere abzuwerten, um sich selbst besser zu fühlen. Und wieder andere werden sich ein Potpourri aus Selbstwertquellen aufbauen, mittels derer sie ihren Selbstwert nähren wollen, etwa:


-          Statussymbole, die uns Anerkennung von außen versprechen

-          Erfolg durch Leistung, die wir mittels hohem Energieaufwand erbringen

-          Vergleiche, durch die wir uns besser/erfolgreicher/attraktiver fühlen als andere

-          Macht, die wir über andere haben (Kolleg:innen, Familienmitglieder, Tiere…)

 

Wie schon erwähnt: Unser Selbstwert ist veränderbar, wenn auch nicht von einem auf den anderen Tag. Wer also erkennt, sich nicht bedingungslos wertvoll zu fühlen, kann sich auf eine Reise begeben, sich selbst kennenzulernen und bisherige Denkmuster zu hinterfragen – ganz nach dem Motto:

Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss?

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