Was ist Glück?
- 20. März
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Der heutige 20. März ist der Welttag des Glücks – ein schöner Anlass, innezuhalten und der Frage nachzugehen, was Glück eigentlich bedeutet.

Glück ist kein universeller Begriff. Was wir darunter verstehen, ist kulturell geprägt und eng mit unseren persönlichen Erfahrungen verbunden. Eine hilfreiche Art, Glück zu unterscheiden, ist seine Dauer.
Dabei lassen sich zwei Formen beschreiben:
Glücksmomente
Lebensglück
Glücksmomente – kurz, intensiv, flüchtig
In unserer stark vermarkteten Welt stehen vor allem Glücksmomente im Fokus. Sie werden uns in Form von Beauty- und Lifestyle-Trends, dem Kauf bestimmter Produkte, luxuriösen Reisen oder einer hohen Anzahl an Likes auf Social Media versprochen. Und ja – all das kann glücklich machen. Allerdings meist nur kurzfristig.
Sobald der Moment verflogen ist, landen wir wieder im Alltag und beginnen, nach dem nächsten Hoch zu suchen: der nächste Urlaub, der nächste Kauf, der nächste Punkt auf der Bucketlist. Glück wird so zu etwas, dem wir ständig hinterherjagen.
Lebensglück – leise, tief, tragend
Wesentlich weniger "laute" Aufmerksamkeit erhält das Streben nach Lebensglück. Während Glücksmomente oft von intensiven, aber oberflächlichen Emotionen begleitet werden, beschreibt Lebensglück einen dauerhaften Zustand von Zufriedenheit, Sinnhaftigkeit und tiefer Dankbarkeit.
Diese Gefühle sind leiser, weniger spektakulär – dafür aber nachhaltig. Sie tragen uns durch schwierige Zeiten, geben unserem Leben Bedeutung und Stabilität, auch dann, wenn wir mit schmerzhaften oder belastenden Ereignissen konfrontiert sind, die aber ebenso zu unserem Leben gehören, wie die schönen Momente.
Wir wissen, was uns glücklich macht – und handeln doch oft anders
Befragt man Menschen in Studien, was sie wirklich glücklich macht, nennen sie überwiegend Faktoren, die dem Lebensglück zuzuordnen sind: Beziehungen, Sinn, Gesundheit, Verbundenheit. Dieses Wissen ist also vorhanden. Und dennoch bestimmt unser Alltag häufig die Jagd nach dem nächsten Glücksmoment.
Und das ist grundsätzlich auch verständlich. Highlights machen das Leben bunt, ohne sie wirkt es schnell monoton. Entscheidend ist jedoch die Balance: nicht nur in die Emotions-Spitzen zu investieren, sondern auch in die Basis. Also bewusst Zeit und Aufmerksamkeit jenen Aspekten zu widmen, die uns langfristig tragen.
Richten wir unseren Fokus immer wieder auf das, was zu unserem Lebensglück beiträgt, entsteht daraus mit der Zeit ein Muster. Unser Gehirn lernt, diese Perspektive zu automatisieren – ganz ohne ständiges bewusstes Zutun.
In Arbeiten zur Neuroplastizität des Gehirns streicht unter anderem der Neuropsychologe Rick Hanson heraus...
Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, uns am Leben zu erhalten – nicht, uns glücklich zu machen. Das müssen wir selbst tun.
Wir laden Sie daher ein: Fragen Sie sich nicht nur heute, am Welttag des Glücks:
Was trägt zu Ihrem Lebensglück bei?
Und vielleicht noch wichtiger:
Wieviel Raum geben Sie diesen Dingen in Ihrem Alltag?




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